AK Lima St. Cyriak und Perpetua
Der Arbeitskreis Lima setzt sich ein für Entwicklungszusammenarbeit mit dem lateinamerikanischen Land Peru. Gegründet hat sich der AK Lima 1977, im Geiste des wenige Monate später stattfindenden Freiburger Katholikentag. Ausgangspunkt war die Idee: Anders leben, damit andere überleben. Peru war damals schon das Patenschaftsland der Erzdiözese Freiburg; die Partnerschaft mit der Kirche von Peru und über 100 Kirchengemeinden wurde erst später von Erzbischof Oskar Saier und auf Initiative seines Sekretärs Wolfgang Zwingmann begründet.
Mitglieder des Arbeitskreises Lima, der seine Heimat in der Pfarrei St. Cyriacus und Perpetua hat, pflegten von Beginn an den persönlichen Kontakt mit Freunden und Partnern der dortigen Gemeinden. Aus dem konkreten Erleben wuchs die Motivation, dauerhaft Verantwortung für Entwicklungsprojekte zu übernehmen: für pädagogische Einrichtungen, für Selbsthilfeinitiativen, für soziale, medizinische und pastorale Projekte und ganz besonders für die Unterstützung eines großen Behindertenhauses „Yancana Huasy“ in Lima San Juan de Lurigancho. Wichtig waren und sind bis heute der Aufbau, Erhalt und Entwicklung gewachsener Gemeinschaftsstrukturen im Partnerland und die Unterstützung benachteiligte Menschen.
Für seine erfolgreiche Projektarbeit konnte der Arbeitskreis Lima in der Pfarrei St. Cyriak und Perpetua immer wieder Ermutigung und Unterstützung finden: durch Kollekten, Erlöse von Veranstaltungen wie Pfarrfest und in früheren Jahren vom Adventsbasar, aber auch durch Spenden, aus denen teilweise jahrzehntelange Beziehungen erwuchsen. Bis heute, in jahrzehntelanger Tradition, findet vor Weihnachten der traditionelle Weihnachtsbaumverkauf statt, der inzwischen ein wichtiger Grundstock unserer finanziellen Hilfe nach Peru ist. Über nun mehr als 40 Jahre hat sich die Pfarrgemeinde dadurch kontinuierlich für unsere Arbeit engagiert, wofür der Arbeitskreis Lima allen Freunden, Bekannten und Verantwortlichen der Pfarrgemeinde dankbar ist.
Die Mitglieder des Arbeitskreises sind zum Teil bereits seit den Gründungstagen aktiv. Die meisten leben, bedingt durch Familie und Beruf, nicht mehr in der Wiehre. Doch die Verbindung zur Pfarrei St. Cyriakus und Perpetua bleibt durch das gemeinsame Engagement lebendig.
Konkrete Projektunterstützung Behindertenhaus „Yancana Huasy“
Die Pfarrgemeinde Senor de la Esperanza – Herr der Hoffnung liegt in einem großen Armengebiet am Wüstenrand von Lima im District San Juan de Lurigancho. Dort unterhält die Kirchengemeinde das Behindertenhaus „Yancana Huasy“ was übersetzt „Haus der Arbeit“ heißt. Der Name kommt aus der Quetchua-Sprache, die Sprache der andinen Bevölkerung im Hochland. Die Verantwortlichen der Pfarrei haben bewußt den Quetchua-Namen gewählt, da die meisten Menschen in San Juan de Lurigancho Flüchtlinge aus dem Hochland sind, die überwiegend auch diese Sprache sprechen. Die konkrete Hilfe des AK Lima für Yancana Huasy besteht in der finanziellen Unterstützung der Physiotherapie. Die Personalkosten, Einrichtungen und Hilfsmittel werden nur zum Teil von staatlichen Einrichtungen unterstützt, sodass Yancana Huasy immer auf finanzielle Unterstützung von Freunden angewiesen ist. Zur Zeit unterstützen wir auch die Kosten für ein Ärzteteam, das in der Früherkennung von behinderten Kleinstkindern arbeitet. So ist es möglich, dass schon sehr früh die richtige Diagnose und Hilfe der schwerbehinderten Kleinkinder gewährleistet ist. Diese Projekt wird auch vom Kinderhilfswerk „Die Sternsinger“ mit unterstützt, worüber wir sehr dankbar sind. Ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeit vor Ort sind die Werkstätten, in denen Jugendliche handwerkliche Fähigkeiten lernen. Ein wichtiger Beitrag unserer Hilfe ist der Verkauf von handgefertigten Gruß- und Weihnachtskarten, wie sie vielen Freunden und Förderer hier bekannt sind. Wir kaufen diese Karten vor Ort im Behindertenhaus und der Verkaufserlös geht in vollem Umfang an Yancana Huasy. In Nähwerkstätten werden Kleider (z.B. Schulkleidung), Taschen und anderes genäht, die ebenfalls zum Verkauf angeboten werden und so neben der Sicherung von Arbeit auch zum Unterhalt des Hauses beitragen. Yancana Huasy ist eine besonders wichtige Einrichtung , da Behinderte in der Regel -nicht nur in Peru- eine benachteiligte Gruppe von Menschen sind, die wenig in der Öffentlichkeit präsent sind. Der pädagogische Ansatz von Yancana Huasy ist deshalb auch, diese benachteiligten Menschen aus ihrer Isolation herauszuholen und ihnen Perspektiven zu geben.
Die Bilder zeigen junge Menschen bei der Herstellung der Motivkarten (tarjetas), geben einen Eindruck der Wohn-und Lebensverhältnisse in San Juan de Lurigancho. Ein Bild zeigt auch eine der 19 Kappellen der Pfarrgemeinde Senor de la Esperanza, eine einfache Holzbaracke, die jedoch für die Menschen dort mehr ist als nur Kirchenraum. So finden in der Kirche auch Versammlungen, Unterricht und auch Feste statt. Ein Kirchenraum, der mitten im Leben steht. Beim Weihnachtsbaumverkauf ist das ganze Team des AK Lima dabei.
Spendenkonto:
- Pfarrei St. Cyriak und Perpetua / AK Lima
- IBAN: DE76680501010002280505
- BIC: FRSPDE66XXX






